Winzer aus Trausdorf wird Raiffeisen-Generalanwalt

Mona HopfingerMona Hopfinger
Weinbau und Stadtleben: Weinreben, Flasche Wein, Trauben und Gebäude mit Kalender
© Mit KI (Gemini) generiert

Erwin Tinhof aus Trausdorf übernimmt die Funktion des Generalanwalts für Raiffeisen. Der 64-jährige Weinbauer bewirtschaftet 15 Hektar und will seinen Hauptberuf nicht aufgeben, so der ORF.

Der Trausdorfer Winzer Erwin Tinhof vereint zwei unterschiedliche Arbeitswelten: Neben seinem 15 Hektar großen Weingut mit den Rebsorten Blaufränkisch, St. Laurent, Neuburger und Weißburgunder übernimmt er nun die Position des Generalanwalts für Raiffeisen. In dieser Funktion ist er für Landwirtschaft mit Lagerhäusern, Molkereien, Winzer- und Energiegenossenschaften zuständig.

Die neue Aufgabe habe er nicht selbst angestrebt, erklärt Tinhof. Andere aus verschiedenen Bundesländern hätten ihm die Funktion zugetraut. Der 64-Jährige ist bereits seit langem in diversen Gremien des Raiffeisenverbands tätig. Im Burgenland fungiert er zudem als Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisen-Landesbank.

Zwischen Weingarten und Raiffeisenhaus

Sein Arbeitsalltag pendelt künftig zwischen dem Weingarten in Trausdorf im Bezirk Eisenstadt-Umgebung und dem 19. Stock des Raiffeisenhauses am Wiener Donaukanal. Dort vertritt er zusammen mit Generalsekretär Johannes Rehulka den Raiffeisenverband mit über 1.700 Genossenschaften und rund 1,8 Millionen Mitgliedern.

Zum Ruf von Raiffeisen als politisch einflussreiche Organisation in der ÖVP äußert sich der neue Generalanwalt zurückhaltend. Wenn andere das so wahrnehmen würden, möge das deren Sicht sein. Er persönlich könne das nicht so sehen und betrachte es nicht als seine Aufgabe, innenpolitisch Einfluss auszuüben.

Weinbau bleibt Lebensaufgabe

Der zweifache Vater studierte an der Boku Landwirtschaft. An seinem Hauptberuf als Winzer will er festhalten. Der Weinbau sei sein Leben und das werde sich nicht ändern, betont Tinhof. Seine Raiffeisen-Funktion sei zeitlich begrenzt, Weinbauer bleibe er hingegen ein Leben lang.

Sein Betrieb beschäftigt mehrere ganzjährig angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darunter ist auch sein Neffe als Kellermeister. Die Weiterführung des Betriebs sei dadurch nicht nur möglich, sondern sehr gut abgesichert. Seiner neuen Tätigkeit im Raiffeisenverband will sich Tinhof zwei Tage pro Woche widmen.

Quelle: https://burgenland.orf.at/stories/3372180/

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