Winzer erhalten Förderung bei Rebzikaden-Befall früher

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern haben im aktualisierten GAP-Strategieplan eine wichtige Änderung für Winzerinnen und Winzer erreicht. Künftig reicht ein fachliches Gutachten für die Förderung bei Neupflanzungen nach Rebzikaden-Befall aus – eine behördliche Anordnung ist nicht mehr nötig.

Im Zuge der Aktualisierung des GAP-Strategieplans (Gemeinsame Agrarpolitik) für die österreichische Landwirtschaft wurde eine Förderlücke bei der Bekämpfung der Rebzikade geschlossen. Bisher war eine Förderung für die Neupflanzung gerodeter Weingärten nur möglich, wenn die Rodung behördlich angeordnet wurde. Ab sofort genügt ein fachliches Gutachten als Nachweis.

Diese Änderung ermöglicht es Winzerinnen und Winzern, rascher auf erste Krankheitsanzeichen zu reagieren. Sie müssen nicht mehr auf eine behördliche Anordnung warten und verlieren dennoch nicht die Förderung. „Wer bei den ersten Anzeichen eines Rebzikaden-Befalls rasch handelt, schützt nicht nur den eigenen Betrieb, sondern auch die Weingärten in der Umgebung“, erklärt Michael Schwarzlmüller, Bundesvorsitzender der SPÖ Bäuerinnen und Bauern.

Amerikanische Rebzikade verursacht massive Schäden

Die Amerikanische Rebzikade ist ein kleines Insekt, das eine gefährliche Rebenkrankheit überträgt. Befallene Weinstöcke liefern weniger Ertrag und können absterben. Erkrankte Reben müssen daher möglichst rasch entfernt werden.

In Österreich breitet sich die Rebzikade zunehmend aus. Besonders betroffen sind das Burgenland und die Steiermark. Im Burgenland waren Anfang August 2026 bereits 45 von 182 untersuchten Proben positiv. Insgesamt bestanden dort 77 Befallszonen. „Bei dieser Krankheit zählt jeder Tag. Winzerinnen und Winzer sollen nicht aus Angst vor dem Verlust einer Förderung mit notwendigen Maßnahmen zuwarten müssen“, betont Schwarzlmüller.

Neue Schulungen und höhere Investitionsförderungen

Ein weiteres Anliegen der SPÖ Bäuerinnen und Bauern ist die Unterstützung kleiner und mittlerer Weinbaubetriebe bei der Vermarktung. Derzeit ist mehr Wein am Markt als getrunken wird. Kleinere Betriebe müssen daher neue Kundinnen und Kunden sowie neue Vertriebswege finden.

Dazu soll nun ein eigener Prozess gestartet werden. Ziel ist es, die Qualität, Vielfalt und bäuerliche Struktur des österreichischen Weinbaus zu erhalten. Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern konnten erreichen, dass maßgeschneiderte Schulungsangebote entwickelt werden.

Auch die Investitionsförderungen werden verbessert. Die Fördersätze für Weinpressen, Flaschenabfüllanlagen und Lagerbehälter werden erhöht. Neu gefördert werden unter anderem größere Holzfässer und spezielle Reinigungsgeräte für den Kellerbereich.

Für diese Maßnahmen stehen ausschließlich EU-Mittel zur Verfügung, die für den Weinsektor vorgesehen sind. Ziel ist es, diese Gelder möglichst vollständig abzuholen und sinnvoll für die heimischen Winzerinnen und Winzer einzusetzen.

Quelle: OTS

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