Wirtschaftskammer fordert Steuersenkung bei Treibstoff

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Wirtschaftskammer Niederösterreich verlangt angesichts steigender Energiepreise rasche Entlastungen für Betriebe. Präsident Wolfgang Ecker lehnt staatliche Markteingriffe ab und setzt auf steuerliche Maßnahmen bei Sprit, Strom und Gas.

Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), dringt auf schnelle und wirksame Entlastungen für heimische Unternehmen. Die hohen Treibstoffkosten belasten Branchen wie Handwerk, Bau, Transport, Handel, mobile Dienstleistungen, Tourismus und Industrie massiv. Viele Betriebe können die Kosten weder kurzfristig senken noch vollständig an Kundinnen und Kunden weitergeben.

„Unsere Betriebe brauchen jetzt Entlastung und Planungssicherheit. Eingriffe in den Markt und Margenbegrenzungen sind ein Tabu“, betont Ecker. Der WKNÖ-Präsident setzt auf eine steuerliche Entlastung bei den Treibstoffpreisen.

Strom- und Gaspreise stark gestiegen

Auch bei Strom und Gas sieht Ecker dringenden Handlungsbedarf. Laut Österreichischer Energieagentur ist der Strom-Großhandelspreisindex für September gegenüber dem Vormonat um 26 Prozent gestiegen. Im Vergleich zu September 2025 beträgt der Anstieg sogar 68,12 Prozent. Beim Gas liegt das Plus bei 16,6 Prozent gegenüber dem Vormonat und 71,1 Prozent im Jahresvergleich.

„Diese Entwicklung ist ein Warnsignal. Unsere Unternehmen brauchen wettbewerbsfähige und planbare Energiepreise – bei Treibstoff genauso wie bei Strom und Gas“, fordert Ecker. Staatliche Markteingriffe und Margenbegrenzungen seien der falsche Weg. Sie würden neue Unsicherheit schaffen, Investitionen bremsen und den Wettbewerb schwächen, statt Energie dauerhaft leistbarer zu machen.

Zwei Drittel der Betriebe erwarten weitere Kostensteigerungen

Das WKNÖ-Wirtschaftsbarometer vom Sommer 2026 zeigt den Druck auf die Unternehmen: Zwei Drittel der Betriebe rechnen mit weiter steigenden Kosten, insbesondere bei Löhnen, Energie und Material. 29 Prozent sehen Energiekosten bereits als konkreten Wettbewerbsnachteil. Das allgemeine Wirtschaftsklima bleibt mit einem Saldo von minus 32,3 deutlich negativ.

„Unsere Betriebe sind bereit zu investieren und Verantwortung zu übernehmen. Aber sie können nicht jede neue Kostenwelle auffangen oder weitergeben. Jetzt braucht es Entscheidungen, die spürbar entlasten und wieder Vertrauen schaffen“, so der WKNÖ-Präsident.

Quelle: OTS

Worüber spricht Niederösterreich morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.