Wirtschaftskammer und Eisenstadt suchen Lösungen gegen Leerstand

Mona HopfingerMona Hopfinger
Leerer Krapfen über leerer Straße, gefüllter Krapfen mit Marmelade über belebtem Ortskern mit Menschen.
© Mit KI (Gemini) generiert

Wirtschaftskammer und Stadt Eisenstadt haben zu einer Enquete geladen, um Strategien gegen den Leerstand in Innenstädten zu entwickeln. Vertreter von Gemeinden und Fachleute diskutierten über neue Nutzungskonzepte für Ortszentren, so der ORF.

Zahlreiche Gemeinden stehen vor der Herausforderung, ihre Innenstädte belebt zu halten. Um Ansätze gegen diese Entwicklung zu finden, organisierten die Wirtschaftskammer und die Stadt Eisenstadt eine Enquete mit Vertretern von Kommunen und Fachleuten.

Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) betonte die Bedeutung des Austauschs: Maßnahmen, die in einer Stadt funktionieren, könnten auch in anderen Kommunen angewendet werden. WKO-Präsident Andreas Wirth unterstrich die Notwendigkeit von Synergien zwischen Gemeinden, Bevölkerung und Unternehmen. Man wolle dem Sterben von Betrieben und Ortskernen entgegenwirken und neue Konzepte einbringen.

Handel allein reicht nicht mehr

Monika Hohenecker, die Gemeinden bei der Gestaltung von Ortszentren unterstützt, stellte fest, dass viele noch an vergangenen Strukturen festhalten. Wegen der zahlreichen Einkaufszentren am Stadtrand sei es schwierig, den Handel im Zentrum zu stärken. Es gebe jedoch alternative Nutzungsmöglichkeiten.

Eine lebendige Innenstadt bestehe nicht nur aus Geschäften, sondern sei auch ein Ort der Begegnung. Dafür brauche es Gastronomie und Lokale. Das „Chez Paul“ in Eisenstadt hat sich bewusst für den Standort im Stadtzentrum entschieden. „Wenn alle nur den leichten Weg gehen, dann sitzen wir irgendwann in einer Geisterstadt mit zugeklebten Scheiben“, erklärte Betreiberin Ina Laubner.

Vom Donut zurück zum Krapfen

Alle Fachleute sehen den Ortskern als Herz einer Gemeinde. Zukunftsraumentwickler Roland Gruber verwendete ein anschauliches Bild: In den vergangenen Jahrzehnten seien die Orte zu einem Donut geworden – rundherum finde das Leben statt, in der Mitte herrsche gähnende Leere. Man müsse aus diesem Donut wieder einen Krapfen machen und die beste Marmelade erfinden, damit wieder Leben in die Innenstädte komme.

Die Enquete bildet den Auftakt für weitere Veranstaltungen der Wirtschaftskammer, die die Ortskerne im Burgenland beleben sollen.

Quelle: https://burgenland.orf.at/stories/3372198/

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