WK zählt Lkws gegen geplante Maut im Burgenland

Die Wirtschaftskammer Burgenland führt am Donnerstag eine Verkehrszählung in Oberwart und Schachendorf durch. Damit will sie gegen die geplante Lkw-Maut auf drei Landesstraßen protestieren, die ab 2027 kommen soll, so der ORF.
Die burgenländische Landesregierung plant, ab 2027 auf drei Landesstraßen eine Lkw-Maut einzuheben. Betroffen sind die B16 zwischen Klingenbach und der A3, die B61 zwischen Oberpullendorf und Rattersdorf sowie die B50 und B63 zwischen Schachendorf und der A2. Die Wirtschaftskammer wehrt sich seit Wochen gegen das Vorhaben und organisierte am Donnerstag zwischen 5 Uhr und 20 Uhr eine Verkehrszählung.
Mehrheit der Lkws mit österreichischen Kennzeichen
In den ersten vier Stunden wurden in Oberwart rund 1.200 Lkws erfasst. Etwa 80 Prozent davon waren mit österreichischen Kennzeichen unterwegs, so die Wirtschaftskammerfunktionäre. Damit sehen sie ein zentrales Argument der Landesregierung widerlegt, die mit der Maut primär den Transitverkehr zur Kasse bitten will.
Die lokale Wirtschaft müsste tatsächlich die Hauptlast tragen, erklärte der Transportunternehmer Ludwig Pall. Er betreibt Firmenstandorte in Oberwart und Großpetersdorf: „Mich würde es extrem treffen, weil ich im Mittelpunkt von diesen Straßen bin, mit beiden Unternehmen. Also ungefähr im Jänner müsste ich um 47.000 Euro diese Jahresvignette kaufen und dann müsste ich versuchen, das über das gesamte Jahr wieder zurückzuholen.“
Gespräch für kommende Woche angesetzt
Vor rund zwei Wochen kündigte die Landesregierung an, die Pläne gemeinsam mit der Wirtschaft überarbeiten zu wollen. Spartenobmann Hans Dieter Buchinger zeigte sich am Donnerstag skeptisch. Ein Termin für kommende Woche sei fixiert: „Ich weiß nicht, ob man sich was erwarten kann davon, weil jetzt zurückzurudern ist schon eher heftig. Man hätte das im Vorfeld machen müssen.“
Rückhalt erhalten die burgenländischen Transportunternehmer von ihren Kollegen in Wien und Niederösterreich, wo man die Lkw-Maut ebenfalls ablehnt – aus Sorge vor einer Vorbildwirkung für andere Bundesländer.
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