Wohneigentum als Kapitalanlage für Mehrheit sinnvoll

Mehr als 81 Prozent der Immobiliensuchenden in Österreich betrachten Wohneigentum als sinnvolle Kapitalanlage. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von willhaben und Marketagent. Fehlende Eigenmittel bleiben jedoch das größte Hindernis beim Kauf.
Eine deutliche Mehrheit der österreichischen Immobiliensuchenden sieht in Wohneigentum eine sinnvolle Form der Kapitalanlage. Laut einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent im Auftrag von willhaben vertreten 81,4 Prozent der Befragten diese Ansicht. Für 17,1 Prozent stellen Immobilien sogar die beste Anlageform überhaupt dar.
Besonders ausgeprägt ist diese Einschätzung in Vorarlberg: Dort sehen 31,6 Prozent der Befragten Immobilien als Anlageform Nummer eins – fast doppelt so viele wie im Bundesschnitt. Allerdings zeigt sich auch Skepsis: 28,6 Prozent betrachten Immobilien nur unter bestimmten Marktbedingungen als gute Kapitalanlage. Männer äußern sich mit 30,7 Prozent skeptischer als Frauen mit 25,7 Prozent.
Haus mit Garten bleibt Wohntraum Nummer eins
Bei der Frage nach der persönlichen Traumimmobilie zur Eigennutzung liegt das Haus mit Garten mit 46,2 Prozent klar an erster Stelle. Weit dahinter folgen die Immobilie am Wasser mit 14,8 Prozent und der Bauernhof mit 6,7 Prozent. Frauen wünschen sich das Haus mit Garten mit 49,6 Prozent etwas häufiger als Männer mit 43,3 Prozent.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Im Burgenland träumen 55,5 Prozent vom Haus mit Garten – der höchste Wert aller Bundesländer. Gleichzeitig wünschen sich dort 23,3 Prozent eine Immobilie am Wasser, ebenfalls überdurchschnittlich viele. In Vorarlberg liegt die Altbauwohnung mit 9,8 Prozent etwa dreimal so hoch wie im Bundesschnitt.
Fehlende Eigenmittel als größtes Hindernis
Die Umfrage befragte auch Personen, die zwar auf Immobiliensuche waren, aber ausdrücklich nicht nach Eigentum suchten. Der mit Abstand häufigste Grund gegen den Erwerb von Wohneigentum sind fehlende Eigenmittel: 37,7 Prozent nannten diesen Faktor. Frauen gaben dies mit 41,5 Prozent deutlich häufiger an als Männer mit 34,2 Prozent.
Weitere Hindernisse sind die Schwierigkeit, einen Kredit zu bekommen (20,7 Prozent), sowie der Wunsch nach Flexibilität: 20,1 Prozent möchten jederzeit umziehen können. In der Steiermark (29,6 Prozent) und in Kärnten (29,5 Prozent) ist dieser Wunsch besonders ausgeprägt. Hohe Nebenkosten schrecken 19,8 Prozent ab, vor allem in Salzburg mit 30,3 Prozent.
Steve Kovacic, Sales Director Immobilien bei willhaben, sieht in den Ergebnissen ein positives Zeichen für den heimischen Markt. Gleichzeitig betont er, dass viele Menschen genau abwägen müssten, unter welchen Bedingungen sich der Kauf einer Immobilie rechne. Der Blick auf eine Immobilie als Anlageobjekt unterscheide sich grundlegend vom Blick auf die eigene Wohnimmobilie, wo andere Kriterien als Rendite und Wertsteigerung zählten.
Für die Erhebung führte Marketagent im Mai 2026 insgesamt 1.551 Interviews durch. Befragt wurden Personen zwischen 18 und 59 Jahren, die in den vergangenen sechs Monaten auf Immobiliensuche waren oder aktuell sind. Das Sample ist repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.
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