Wolfgang Puck ist Weltösterreicher des Jahres 2026

Pia ProdingerPia Prodinger
Weltösterreicher Preis: Globus mit Verbindungen, Pokal und Kalender mit Datum 3.-6. September 2026
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Weltbund Österreich hat den Starkoch Wolfgang Puck zum Weltösterreicher des Jahres 2026 gekürt. Die Auszeichnung wird ihm am 5. September in Klagenfurt überreicht, wo derzeit die jährliche Weltbund-Tagung stattfindet.

Von 3. bis 6. September 2026 findet die diesjährige Tagung des Weltbundes Österreich (WBÖ) in Klagenfurt am Wörthersee statt. Das Weltösterreicher-Treffen wird traditionell jedes Jahr im Spätsommer veranstaltet und bringt Österreicherinnen und Österreicher aus aller Welt zusammen.

Der Vorstand des WBÖ hat den international bekannten Koch und Unternehmer Wolfgang Puck zum Weltösterreicher des Jahres 2026 gewählt. Die feierliche Auszeichnung wird beim Festakt am 5. September 2026 verliehen. Die Veranstaltung wird außerdem per Livestream unter weltbund.business-stream.at übertragen.

Mit der Ehrung würdigt der Weltbund Pucks langjährigen Einsatz als kultureller und kulinarischer Botschafter Österreichs auf internationaler Ebene. Seine Verbindung österreichischer Wurzeln mit internationaler Spitzenküche und globalem Unternehmertum sowie sein soziales Engagement waren ausschlaggebend für die Entscheidung.

Politische Forderungen und Initiativen

Am Donnerstag, dem 3. September 2026, fand im Konzerthaus in Klagenfurt die Pressekonferenz zur diesjährigen Weltbundtagung statt. Neben dem Präsidium des Weltbundes nahmen auch der Kärntner Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) und der Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider (FSP) teil.

Der Weltbund Österreich vertritt rund 640.000 Österreicherinnen und Österreicher, die weltweit außerhalb des Landes leben. Bei der Pressekonferenz präsentierte die Organisation ihre aktuellen Schwerpunkte und Strategien für die kommenden Jahre.

Zu den zentralen politischen Forderungen des WBÖ zählen:

Keine Ausbürgerung von Landsleuten: Österreicherinnen und Österreicher sollen ihre österreichische Staatsbürgerschaft nicht automatisch verlieren, wenn sie die Staatsbürgerschaft ihres Gastlandes annehmen.

Bessere Möglichkeiten zur Teilnahme an Wahlen: Online-Wahlen beziehungsweise ausreichend lange Wahlfristen sollen sicherstellen, dass auch weltweit lebende Österreicherinnen und Österreicher ihr Wahlrecht ausüben können.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Unterstützung der Bürgerinitiative für klare und erreichbare Kriterien zur Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft. Der Weltbund begleitet diese Initiative bereits seit ihrem Beginn.

Kritik an Bewilligungsprozessen

Sowohl Landeshauptmann Fellner als auch Bürgermeister Scheider äußerten Kritik an den Schwierigkeiten, mit denen im Ausland lebende Österreicherinnen und Österreicher bei der Beantragung der Beibehaltung ihrer österreichischen Staatsbürgerschaft konfrontiert sind. Aus ihrer Sicht müssen die entsprechenden Bewilligungsverfahren österreichweit vereinheitlicht werden.

Seit seinem Amtsantritt im Jänner 2023 hat der Präsident gemeinsam mit seinen Kollegen aus dem Präsidium und der Generalsekretärin mehr als 200 Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft geführt. Der Weltbund hat sich damit als wichtiger Ansprechpartner für die im Ausland lebenden österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger etabliert.

Aktuelle Projekte und Veranstaltungen

Auch zahlreiche Projekte und Veranstaltungen stehen derzeit im Mittelpunkt der Arbeit des Weltbundes. Dazu gehören:

der zweite Essay Contest des WBÖ, dessen Preisverleihung im Rahmen der Generalversammlung 2026 stattfindet,

die Vienna Summer Lounge 2026 mit zwei Terminen für Weltösterreicherinnen und Weltösterreicher im Sommer 2026 in Wien,

das neue offene Online-Austauschformat „Auf a Wort mit ...“, das bereits viermal durchgeführt wurde und auf große internationale Beteiligung stieß.

Darüber hinaus setzt sich der Weltbund verstärkt dafür ein, dass sich Österreicherinnen und Österreicher weltweit in die Wählerevidenz eintragen. Gleichzeitig bietet die Organisation Rat, Unterstützung und Orientierung und baut ihre Kontakte zu Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft weiter aus.

Klagenfurt als Gastgeber der Weltbundtagung

Landeshauptmann Daniel Fellner zeigte sich erfreut darüber, dass Kärnten und die Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee Gastgeber der Weltbundtagung 2026 sein dürfen. Kärnten vereine aufgrund seiner strategisch günstigen Lage italienisches Flair, die Nähe zu Slowenien und österreichische Geschichte.

Bürgermeister Christian Scheider betonte, dass die Weltbundtagung nach zehn Jahren wieder in Klagenfurt stattfindet. Der Weltbund Österreich verbinde seit Jahrzehnten Menschen über nationale Grenzen hinweg. Er sei zugleich eine Brücke zur Heimat, ein Netzwerk der Freundschaft und ein Botschafter für österreichische Kultur, Sprache und Tradition.

Quelle: OTS

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