Workshop zu Gemüsevielfalt in Kirchberg am Wagram ausgebucht
Mehr als 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten eine Veranstaltung zur klimaangepassten Gemüseproduktion in einer Bio-Marktgärtnerei. Drei Expertinnen vermittelten Wissen zu regionalem Anbau, samenfestem Saatgut und wassersparendem Gärtnern.
In der Bio-Marktgärtnerei dirndln am feld in Kirchberg am Wagram fand am 25. September ein ausgebuchter Workshop zum Thema „Ernten im Klimawandel – Gemüsevielfalt vom Garten auf den Teller“ statt. Über 30 Interessierte folgten der Einladung der LEADER-Region Donau NÖ-Mitte im Rahmen des Projekts „KOSTBARE Region verbindet“. Die Veranstaltung fand im Internationalen Jahr der Bäuerinnen statt.
Sarah Schmolmüller betreibt die Marktgärtnerei seit sechs Jahren. Auf einem Hektar baut sie 60 Kulturen und 300 Sorten Gemüse an, die sie an die Wiener Gastronomie und als Gemüsekistl an die Bevölkerung liefert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten beim Workshop praktisch mitarbeiten: Sie schnüffelten Gerüche, verkosteten Gemüseraritäten und halfen beim Säen, bei der Feldbearbeitung und beim Ernten. Dabei wurden die Werte der Marktgärtnerei erlebbar gemacht – vom gesunden Lössboden an der Wagramkante über Vielfalt und Direktvermarktung bis zur Vernetzung mit anderen Betrieben.
Samenfestes Saatgut für regionale Versorgung
Reinhild Frech-Emmelmann, Gründerin von ReinSaat und EU-Bio-Landwirtin des Jahres 2024, erklärte die Bedeutung von samenfestem Bio-Saatgut. Dieses ist vermehrungsfähig und macht Gärtnerinnen, Gärtner und Landwirtinnen, Landwirte unabhängig von jährlichen Saatgutkäufen bei Großkonzernen. „Samenfestes Saatgut kann die regionale Versorgung mit Lebensmitteln sicherstellen – und Menschen WIRKLICH ernähren“, sagte sie. Bei ReinSaat sind über 1.000 abgehärtete, an Klima und Region angepasste Sorten erhältlich.
Tipps für wassersparendes Gärtnern
Andrea Heistinger, Gartenbuch-Autorin und Beraterin, gab Wissen zu Selbstversorgung und wassersparendem Gärtnern weiter. „Es gibt ein paar Punkte, dann gärtnert man von heute auf morgen anders“, erklärte sie. Ihre Empfehlungen reichten vom 4-Jahreszeiten-Garten mit Hilfe der ReinSaat-Broschüre „Ganzjahresgärtnerei“ (mit DI Wolfgang Palme) bis zu RETENTIS, einem österreichischen Wasserspeicher-Granulat, das bis zu 10 Liter Wasser pro Kilogramm speichert.
Gemüsereiche Köstlichkeiten von Moni Pölzer von der Adam-Mühle aus Spitz rundeten den Nachmittag kulinarisch ab.
Weitere Informationen und die Fotodokumentation des Workshops finden sich auf www.kostbare-region.at.
Quelle: https://www.kapelln.gv.at/Auf_den_Gemuese-Geschmack_gekommen
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