WWF und Esterhazy verlängern Naturschutz-Partnerschaft

Mathias FischerMathias Fischer
Adler sitzt auf Baumstumpf im Wald, Käfer auf Ast im Wasser.
© Mit KI (Gemini) generiert

Der WWF Österreich und die Esterhazy Betriebe setzen ihre Zusammenarbeit im burgenländischen Naturschutz für weitere fünf Jahre fort. Geplant sind unter anderem Seeadler-Monitoring, Renaturierung von Feuchtgebieten und ein Alt- und Totholzkonzept.

Die Kooperation zwischen dem WWF und den Esterhazy Betrieben im Burgenland wird um fünf Jahre verlängert. Die Partner wollen dabei an bisherige Projekterfolge anknüpfen und neue Schwerpunkte setzen.

Im Zentrum der künftigen Arbeit stehen das gemeinsame Seeadler-Monitoring, die Renaturierung von Feuchtlebensräumen sowie die Entwicklung eines Alt- und Totholzkonzepts für Waldflächen im Mittelburgenland.

Neue Käferart im Leithagebirge entdeckt

Zu den bemerkenswertesten Resultaten der bisherigen Partnerschaft zählt eine Grundlagenerhebung für Xylobionten – Insektenarten, die auf Alt- und Totholz angewiesen sind – im Leithagebirge. Dabei wurde eine bislang völlig unbeschriebene Käferart dokumentiert. Zusätzlich gelangen fünf Erstnachweise für Österreich und 64 Erstnachweise für das Burgenland.

„Das zeigt, wie viel es selbst in gut untersuchten Landschaften noch zu entdecken und zu schützen gibt. Unsere Kooperation verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Maßnahmen – vom Seeadler-Monitoring bis zur Sicherung wertvoller Waldlebensräume“, sagt Andrea Johanides, Geschäftsführerin des WWF.

Zehn Seeadler besendert oder beringt

Im Rahmen der gemeinsamen Projekte wurden bisher zehn Seeadler besendert oder beringt. Die gewonnenen Daten liefern wertvolle Erkenntnisse über Flugrouten, helfen bei der Identifikation von Gefahrenstellen und ermöglichen gezielte Schutzmaßnahmen.

„Die gemeinsamen Projekte zeigen, dass aktive, nachhaltige Flächenbewirtschaftung im Einklang mit der Natur und Artenschutzanliegen erfolgreich möglich ist. Wir freuen uns über die Verlängerung der Kooperation und die weitere Zusammenarbeit“, sagt Matthias Grün, Vorstandsvorsitzender der Esterhazy Betriebe AG.

Netzwerk aus Biotopbäumen und Altholzinseln

Ein wichtiger Schwerpunkt der bisherigen Zusammenarbeit war die Entwicklung und Umsetzung eines Alt- und Totholzkonzepts für das Leithagebirge. Das dort entstandene Netzwerk aus Biotopbäumen, Altholzinseln und Prozessschutzflächen trägt zum Erhalt natürlicher Waldstrukturen bei und schafft vernetzte Lebensräume für zahlreiche seltene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten.

Auf Basis dieser Erfahrungen soll nun ein vergleichbares Konzept für Flächen im Mittelburgenland erarbeitet werden. Geplant sind naturschutzfachliche Untersuchungen der Wälder, die Erfassung wertvoller Waldelemente sowie die langfristige Sicherung von Lebensräumen für waldtypische Arten. Ergänzt wird die Zusammenarbeit durch Projekte zur Wiederherstellung von Feuchtlebensräumen und weitere Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im Burgenland.

Quelle: https://esterhazy.at/presse/neue-naturschutzprojekte-im-burgenland-wwf-und-esterhazy-verlängern-kooperation

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