Zapfenstreich in Innsbruck läutet Nationalfeiertag ein

Mona HopfingerMona Hopfinger
Trachtengruppe steht vor einem Gebäude in Österreich, Männer in Tracht und eine Frau in Lederhose
© Matthias Markl, Matthias Sedlak, Alexander Haider

Am Vorabend des Nationalfeiertags fand in Innsbruck der Große Österreichische Zapfenstreich statt. Bundesheer, Tiroler Schützen und Traditionsverbände gestalteten die Zeremonie am Eduard-Wallnöfer-Platz.

Wie jedes Jahr begann in Tirol am 25. Oktober mit dem Großen Österreichischen Zapfenstreich die Feier zum Nationalfeiertag. Das Österreichische Bundesheer führte die Zeremonie gemeinsam mit den Tiroler Schützen durch. Beteiligt waren Teilnehmer des BTSK-Offizierskurses, Ehrenformationen der Schützen sowie Abordnungen zahlreicher Traditionsverbände aus Tirol.

Im Anschluss an den Zapfenstreich zogen die Schützen und Traditionsverbände zum Goldenen Dachl. Dort wurde mit einer Festtagssalve der Nationalfeiertag und die Absolventen des Offizierskurses geehrt.

Ehrenkompanie aus Navis und Militärmusik

Die Ehrenkompanie stellte heuer die Schützenkompanie Navis unter Hauptmann Richard Mösl. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Militärmusik Tirol und die Bundesmusikkapelle Navis. Auch die Ehrenkompanie der 6. Gebirgsbrigade sowie die Offiziere des Offizierskurses des Bundes der Tiroler Schützenkompanien nahmen teil. Schützenabordnungen aus ganz Tirol waren vertreten.

Als Feldzeichen führte die Bundesstandarte des Bundes der Tiroler Schützenkompanien die Formation an. Sie repräsentierte gemeinsam mit der alten Landesfahne des Südtiroler Schützenbundes und der Landesfahne des Welschtiroler Schützenbundes alle Landesteile des historischen Tirols. Das Gesamtkommando hatte Oberleutnant Thomas Kriesch inne.

Landesregierung und Militärkommando anwesend

Dem Festakt am Innsbrucker Eduard-Wallnöfer-Platz wohnten Landeshauptmann Anton Mattle mit der Tiroler Landesregierung, Militärkommandant Oberst Peter Nuderscher und Landeskommandant Major Thomas Saurer bei. Für den Welschtiroler Schützenbund war Landskommandant Major Enzo Cestari anwesend.

Der Große Zapfenstreich des Bundesheeres zeichnet sich durch Würde und die innere Ruhe des Zeremoniells aus. Die Bezeichnung stammt aus dem Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert. Damals ging ein „Rumormeister“ abends durch das Feldlager und schlug mit einem Stock auf den Zapfen der Weinfässer der Marketender – daher der Name „Zapfenstreich“.

Offizierskurs gut besucht

Der zweitägige Offizierskurs des Bundes der Tiroler Schützenkompanie war wie in den Vorjahren gut besucht. DieTeilnehmer wurden am Eduard-Wallnöfer-Platz empfangen und waren Teil der Feierlichkeiten.

Landeskommandant Major Thomas Saurer betonte in einer Stellungnahme: „Heimat ist mehr als ein Stück Land. Heimat ist Herkunft, Identität und Verantwortung.“ Der Nationalfeiertag erinnere daran, dass Freiheit, Unabhängigkeit und Sicherheit keine Selbstverständlichkeit seien. Die Tiroler Schützen und Marketenderinnen bekennten sich aus tiefster Überzeugung zu ihrer Heimat und zum österreichischen Vaterland.

Besonderer Dank gelte dem Bundesheer als Partner des Bundes der Tiroler Schützenkompanien und als Garant der militärischen Landesverteidigung. „Uns verbindet das Bewusstsein, dass Heimat nicht nur geschätzt, sondern auch geschützt werden muss“, so Saurer.

Ehrensalve

Nach dem Ende des Zapfenstreichs marschierten die Traditionsverbände unter dem Kommando von Viertelkommandant Major Manfred Schachner zum Goldenen Dachl. Dort feuerte die Schützenkompanie Navis anlässlich des Nationalfeiertages und zum Abschluss des BTSK-Offizierskurses eine weitere Ehrensalve ab.

Quelle: https://www.tiroler-schuetzen.at/grosser-zapfenstreich-auftakt-zum-nationalfeiertag-2026

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