Zecken wandern durch Klimawandel in höhere Lagen

Pia Prodinger
© inatura/Klaus Zimmermann

Wärmere Temperaturen lassen Zecken in Regionen vordringen, in denen sie früher kaum vorkamen. In der Steiermark wurden heuer bereits sieben FSME-Erkrankungen bestätigt, österreichweit sind es 54 Fälle, so der ORF.

In der Steiermark wurden heuer bisher sieben bestätigte FSME-Übertragungen und Erkrankungen registriert. Österreichweit liegt die Zahl bei 54 bestätigten Fällen. „Wenn man so ein bisschen die letzten zwei, drei Jahre zurückschaut, sind wir heuer in einem starken, aber nicht herausragenden Zeckenjahr“, erklärte Virologe Klaus Vander.

Ausbreitung in neue Gebiete

Die warmen Temperaturen ermöglichen es Zecken mittlerweile, in Höhenlagen vorzudringen, in denen sie früher selten waren. Biologe Johannes Gepp bestätigt diese Entwicklung: „Das ist gesichert so, dass Zecken und deren Zeckenkrankheiten seit Jahren deutlich höher anzutreffen sind in der Landschaft als früher.“ Die Gefahr einer Ansteckung mit Zeckenkrankheiten habe sich gebietsmäßig ausgeweitet und sei in höhere Lagen vorgedrungen.

Vergünstigte Impfung bis Ende Juli

Bis 31. Juli läuft in der Steiermark eine Impfaktion des Landes, bei der sich Bürgerinnen und Bürger vergünstigt gegen FSME impfen lassen können. Die Impfung ist in den öffentlichen Impfstellen der Bezirkshauptmannschaften, beim Gesundheitsamt Graz und in der Landessanitätsdirektion möglich.

Auffrischung bei Hausärzten jederzeit möglich

Unabhängig von der Landesaktion können FSME-Impfungen auch in Hausarztpraxen nachgeholt oder aufgefrischt werden. Alexander Moussa, Sprecher der steirischen Allgemeinmediziner, betonte, dass Hausärztinnen und Hausärzte das ganze Jahr über impfen. Der Zeitpunkt der Impfung hänge von den letzten Impfungen ab und sei in der Regel alle fünf Jahre fällig. Bei höherem Lebensalter werde alle drei Jahre eine Auffrischung empfohlen.

Kein Schutz gegen Borreliose

Während die Impfung gegen FSME schützt, gibt es gegen Borreliose nach wie vor keinen Impfschutz. Experten empfehlen deshalb, nach jedem Aufenthalt im Freien den Körper gründlich nach Zecken abzusuchen. Bildet sich rund um die Einstichstelle eine größer werdende ringförmige Rötung – die sogenannte Wanderröte –, sollte umgehend eine Arztpraxis aufgesucht werden.

Quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3362789/

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