Zehetner besucht Alpacem: Dekarbonisierung im Fokus

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hat sich am 7. August bei Alpacem in Klagenfurt über die Dekarbonisierung der Zement- und Betonproduktion informiert. Im Gespräch mit Geschäftsführer Lutz Weber ging es um Energiepreise, Stromversorgung und Rahmenbedingungen für neue Technologien.
Elisabeth Zehetner und Lutz Weber diskutierten beim Besuch des Standorts in Klagenfurt, wie die Zement- und Betonproduktion ihre CO₂-Emissionen weiter reduzieren und gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben kann. Zentrale Themen waren die Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens, hohe Energiepreise, der künftig steigende Strombedarf durch die Dekarbonisierung der Industrie sowie Voraussetzungen für weitere Investitionen in CO₂-ärmere Produktionsverfahren.
Fernwärme-Betonwerk und Kreislaufwirtschaft
Bei der Besichtigung des ersten mit Fernwärme betriebenen Betonwerks erläuterte der Marktführer für Zement, Beton und Rohstoffe im Alpe-Adria-Raum seine Maßnahmen zur schrittweisen Emissionsreduktion. Dazu gehören der Einsatz von CO₂-ärmeren Rohstoffen und Brennstoffen sowie der Ausbau der Kreislaufwirtschaft. Langfristig sollen auch neue Technologien zur Abscheidung, Speicherung und Nutzung von CO₂ eine wichtige Rolle bei der Erreichung der europäischen Klimaziele spielen.
Höherer Strombedarf als Herausforderung
Viele Dekarbonisierungsmaßnahmen sind mit einem höheren Strombedarf verbunden. Gleichzeitig bereiten die hohen Energiepreise energieintensiven Unternehmen schon jetzt große wirtschaftliche Probleme. Für die weitere Dekarbonisierung der Industrie seien daher eine sichere, nachhaltige Energieversorgung, leistungsfähige Stromnetze und wettbewerbsfähige Energiepreise entscheidend, hieß es.
Ebenso notwendig seien verlässliche und vorausschauende rechtliche Rahmenbedingungen, damit neue Technologien rechtzeitig erprobt, genehmigt und industriell eingesetzt werden können. Nur so ließen sich langfristige Investitionen ermöglichen und industrielle Wertschöpfung in Kärnten sichern.
„Die Dekarbonisierung unserer Branche ist eine langfristige Aufgabe, die erhebliche Investitionen und das Zusammenspiel von Unternehmen, Politik und Verwaltung erfordert. Dafür brauchen wir nicht nur eine leistungsfähige Energieinfrastruktur, sondern auch klare, verlässliche und vorausschauende Rahmenbedingungen für den Einsatz neuer Technologien“, erklärte Lutz Weber. Der direkte Austausch sei besonders wertvoll, um praktische Erfahrungen einzubringen und gemeinsam tragfähige Voraussetzungen für weitere Investitionen zu schaffen.
Transformation braucht gemeinsames Denken
Staatssekretärin Zehetner betonte, die Transformation der Industrie gelinge dann, wenn Innovationskraft, Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam gedacht werden. „Alpacem zeigt mit seinen Investitionen, wie Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft konkret umgesetzt werden können. Solche Gespräche sind wichtig, um die Anforderungen der Unternehmen besser zu verstehen und die Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Industrie weiterzuentwickeln“, so die Staatssekretärin.
Alpacem setzt die Dekarbonisierung konsequent fort und hält den Dialog mit Politik, Verwaltung und Partnern aufrecht. Ziel seien Lösungen, die Klimaschutz, eine sichere Versorgung mit regional produzierten Baustoffen und eine wettbewerbsfähige industrielle Produktion in Österreich miteinander verbinden.
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