Zehetner besucht Pflanzenschutzmittel-Werk in Leobendorf

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hat sich am Dienstag über die Produktion von Kwizda Agro in Leobendorf informiert. Im Mittelpunkt standen Energiefragen und die Rahmenbedingungen für den einzigen Pflanzenschutzmittel-Produktionsstandort mit eigener Forschung in Österreich.
Bei ihrem Besuch am Standort Leobendorf besichtigte Elisabeth Zehetner gemeinsam mit Eigentümervertreter Johannes Kwizda und Standortleiter Thomas Salzl die Produktionsanlagen. Das Unternehmen entwickelt und fertigt als einziger Betrieb in Österreich Pflanzenschutzmittel und verbindet dabei eigene Forschung mit industrieller Herstellung.
Im Zentrum der Gespräche standen Energiethemen: der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf dem Werksgelände, rasche Genehmigungsverfahren, eine leistungsfähige Energieinfrastruktur sowie die Verfügbarkeit von grüner Energie für die schrittweise Dekarbonisierung der Produktion.
Über vier Jahrzehnte Produktion in Niederösterreich
Seit mehr als 40 Jahren produziert Kwizda Agro in Leobendorf Pflanzenschutzmittel. Am Standort werden unterschiedliche Formulierungen für die Landwirtschaft entwickelt, hergestellt, abgefüllt und verpackt. Als einziger Hersteller mit eigener Forschung nimmt das Unternehmen eine besondere Position in der heimischen Agrarwirtschaft ein.
„Unser Werk in Leobendorf ist eng mit der österreichischen Landwirtschaft verbunden. Als einziger Hersteller von Pflanzenschutzmitteln mit eigener Forschung in Österreich tragen wir eine besondere Verantwortung dafür, Entwicklungs- und Produktionskompetenz im Land zu erhalten“, sagte Salzl. Dafür brauche man eine sichere Energieversorgung, leistungsfähige Netze und die Möglichkeit, erneuerbare Energie rasch auszubauen.
Ausbau erneuerbarer Energie geplant
Das Unternehmen will den Anteil erneuerbarer Energie am Standort weiter erhöhen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau eigener Photovoltaikanlagen. Voraussetzung dafür seien Genehmigungsverfahren, die Investitionen in erneuerbare Energie rasch und planbar ermöglichen.
Gleichzeitig könne die Transformation der industriellen Produktion nicht allein über die Eigenerzeugung erfolgen. Für die weitere Dekarbonisierung benötige der Standort auch künftig ausreichend verfügbare grüne Energie aus dem Netz. Der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung müsse daher mit dem Ausbau von Netzen und Energieinfrastruktur Schritt halten.
Staatssekretärin Zehetner betonte die Bedeutung guter Rahmenbedingungen: „Unternehmen wie Kwizda Agro zeigen, wie wichtig industrielle Kompetenz und Produktion in Österreich sind. Gerade in einem Bereich, der unmittelbar mit unserer Landwirtschaft verbunden ist, müssen wir darauf achten, gute Rahmenbedingungen für Investitionen und Weiterentwicklung zu schaffen“, so Zehetner. Dazu gehörten eine sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung, leistungsfähige Netze und rasche Verfahren für den Ausbau erneuerbarer Energie.
Jubiläumsjahr und Strategie bis 2040
Der Besuch fand im Jubiläumsjahr von Kwizda Agro statt. Heuer feiert das österreichische Familienunternehmen sein 100-jähriges Bestehen. Mit der Unternehmensstrategie „Beyond Growth 2040“ verfolgt Kwizda Agro drei zentrale Entwicklungsrichtungen: Expansion, Biologisierung und Digitalisierung. Das Unternehmen baut seine internationale Präsenz weiter aus, investiert in biologische Lösungen und erweitert digitale Angebote für die Landwirtschaft.
Der Produktionsstandort Leobendorf bildet dafür eine wichtige industrielle Basis. Hier verbindet das Unternehmen jahrzehntelange Erfahrung in der Pflanzenschutzmittelproduktion mit moderner Formulierungs- und Produktionstechnologie.
Quelle: OTS
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