Zehn Einbrüche in Leopoldstadt: FPÖ kritisiert Polizeimodell

Im Nordbahnviertel kam es binnen weniger Tage zu zehn Einbrüchen in Geschäftslokale.
Eine Einbruchsserie im Nordbahnviertel mit zehn betroffenen Geschäftslokalen innerhalb kurzer Zeit sorgt für Aufregung. Dominik Nepp, Wiener FPÖ-Landesparteiobmann und Stadtrat, sieht darin eine Bestätigung seiner Kritik am neuen Dienstzeitmodell der Polizei.
„Wir Freiheitliche haben von Anfang an davor gewarnt, dass Karners Dienstzeitbombe die Polizeipräsenz auf Wiens Straßen schwächen wird“, so Nepp. Ausgerechnet in der Leopoldstadt, einem der Laborbezirke für das neue Modell, ereigne sich nun eine massive Einbruchsserie. Während Geschäftsleute um ihre Existenz fürchten würden, experimentiere der ÖVP-Innenminister mit der Sicherheit der Bevölkerung.
Funkwagenschichten reduziert
Die bisherigen Erfahrungen mit dem neuen Dienstzeitmodell hätten bereits gezeigt, dass Funkwagenschichten reduziert und Polizeikräfte aus anderen Bezirken zur Unterstützung herangezogen werden mussten. Wenn ein Dienstzeitmodell nur funktioniere, weil Polizisten aus anderen Bezirken aushelfen müssten, spreche das nicht für das Projekt, kritisiert Nepp.
Er stellt die Frage, wie das System bei einer flächendeckenden Einführung ohne solche Hilfskrücken funktionieren solle. Der Innenminister müsse seine „Dienstzeitbombe“ endlich entschärfen und restlos entfernen, statt die Sicherheit der Wiener weiter aufs Spiel zu setzen. Die Polizisten bräuchten vernünftige Arbeitsbedingungen und die Bevölkerung ausreichend Polizeipräsenz, gerade in den Nachtstunden, so Nepp abschließend.
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