Zehn Verletzte bei Frontalcrash auf L111 in Tragöß

Pia ProdingerPia Prodinger
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 111 in Tragöß sind am Dienstagnachmittag zehn Personen verletzt worden. Eine 52-jährige Lenkerin geriet in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen, so die Polizei.

Der Unfall ereignete sich gegen 15.55 Uhr auf der L111 bei Tragöß, wie die Polizei mitteilte. Eine 52-Jährige kam aus noch unbekannten Gründen in einer leichten Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn.

Kollision mit zwei Fahrzeugen

Die Frau streifte zunächst den Wagen einer 41-jährigen Salzburgerin, die ihr entgegenkam. Durch den Aufprall drehte sich deren Auto um rund 90 Grad und blieb quer auf der Straße stehen. In dem Fahrzeug saßen vier weitere Personen.

Anschließend prallte die Unfallverursacherin frontal in den Pkw eines 52-jährigen Grazers, der ebenfalls entgegenkam. Auch in diesem Wagen befanden sich drei weitere Insassen.

Eine Person schwer verletzt

Alle zehn Unfallbeteiligten wurden verletzt. Eine 48-Jährige aus dem Bezirk Graz-Umgebung, die im Auto des Grazers saß, erlitt schwere Verletzungen. Sie wurde nach notärztlicher Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber C17 ins UKH Graz geflogen.

Die übrigen Verletzten brachte das Rote Kreuz ins UKH Graz sowie ins Landeskrankenhaus Hochsteiermark am Standort Leoben.

Straße eineinhalb Stunden gesperrt

Die L111 war für Rettungs-, Berge- und Aufräumarbeiten eineinhalb Stunden komplett gesperrt. Im Einsatz standen mehrere Polizeistreifen, die Freiwilligen Feuerwehren Tragöß und St. Katharein mit insgesamt 30 Einsatzkräften, das Rote Kreuz mit 17 Einsatzkräften einschließlich Notarzt sowie der Rettungshubschrauber.

Wegen der hohen Zahl an Verletzten kam das sogenannte „MANV-Modul“ zum Einsatz, das für „Massenanfall von Verletzten“ steht. Dieses System ermöglicht laut Rotem Kreuz eine strukturierte Alarmierung und optimierte Patientenstromsteuerung. Durch genaue Beschreibung des Szenarios und der Patientenzahlen können die Krankenhäuser ihre Kapazitäten flexibel anpassen. Ein einheitliches Informationsmanagement in Echtzeit sorgt dafür, dass alle Beteiligten den gleichen Informationsstand haben.

Quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3361687/

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