Zwettl: Klinikum übt Evakuierung nach Hubschrauber-Unfall

Am 26. September probte das Landesklinikum Zwettl gemeinsam mit Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei den Ernstfall. Simuliert wurde ein Zwischenfall am Hubschrauberlandeplatz mit Auswirkungen auf den Klinikbetrieb.
Das Landesklinikum Zwettl hat am 26. September 2026 eine umfassende Räumungs- und Evakuierungsübung durchgeführt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Abläufe funktionieren, wenn ein Notfall am Hubschrauberlandeplatz gleichzeitig den Klinikbetrieb beeinträchtigt.
Das Übungsszenario ging von einem Zwischenfall eines Rettungshubschraubers am Landeplatz des Klinikums aus. Dabei kam es zu einem Austritt von Betriebsmitteln sowie einem Brand mit starker Rauchentwicklung. Betroffen war auch der Bereich der Notfallanlieferung. Zusätzlich bestand die Gefahr, dass Rauch in eine angrenzende, voll belegte Station eindringt.
Neben dem Landesklinikum waren die Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Polizei an der Übung beteiligt.
Einsatzkräfte rückten zum Schadensort aus
Nach der Alarmierung begann die Feuerwehr unter schwerem Atemschutz mit den Löschmaßnahmen. Im Verlauf befreiten die Einsatzkräfte eine im Hubschrauber eingeschlossene Person. Zwei weitere verletzte Personen konnten sich selbstständig aus dem Gefahrenbereich retten.
Der Rettungsdienst versorgte die Verletzten. Die Polizei sicherte den Einsatzbereich und errichtete rund um die Unfallstelle einen Absperrbereich.
Weil die reguläre Notfallanlieferung aufgrund der angenommenen Rauchentwicklung nicht nutzbar war, wurden die Verletzten über einen alternativen Zugang ins Klinikum gebracht.
Station wurde geräumt
Parallel zum Außeneinsatz wurde innerhalb des Klinikums die Evakuierung einer betroffenen Station geübt. Die Patientinnen und Patienten wurden zu einem vorgesehenen Sammelplatz innerhalb des Hauses gebracht.
Dort richtete der medizinische Einsatzleiter eine Triagestation ein. So konnten sowohl die evakuierten Patientinnen und Patienten als auch die von den Einsatzkräften zugeführten Verletzten zentral erfasst, medizinisch beurteilt und anschließend entsprechend weiter versorgt werden.
Die Übung zeigte, wie wichtig vorbereitete Ausweichmöglichkeiten sind, wenn die üblichen Wege innerhalb eines Krankenhauses aufgrund eines Schadensereignisses nicht zur Verfügung stehen.
Zusammenarbeit im Fokus
Ein wesentliches Ziel der Übung war die Überprüfung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzorganisationen und dem Landesklinikum. „Gerade bei einem Ereignis, das gleichzeitig den Hubschrauberlandeplatz, die Notfallversorgung und einen Teil des Klinikbetriebes betrifft, ist eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen entscheidend“, sind sich der Kommandant der Feuerwehr Zwettl HBI Matthias Hahn und der medizinische Einsatzleiter des Landesklinikums Prim. Dr. David Janicek einig.
„Übungen wie diese geben uns die Möglichkeit, Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen und Verbesserungspotenziale frühzeitig zu erkennen“, lautet das Resümee des technischen Leiters Ing. Martin Bauer und des kaufmännischen Standortleiters Dipl. KH-Betriebswirt Franz Waldecker.
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