Zwölf Wölfe heuer in Kärnten geschossen

Zwischen April und Juni 2026 wurden in Kärnten fünf Wölfe getötet – drei Schadwölfe und zwei Risikowölfe. Seit Jahresbeginn sind es insgesamt zwölf Abschüsse.
Im zweiten Quartal 2026 sind in Kärnten insgesamt fünf Wölfe getötet worden. Davon waren drei als Schadwölfe und zwei als Risikowölfe eingestuft, wie der Landespressedienst am Freitag mitteilte. Die Abschüsse erfolgten in den Bezirken Hermagor (zwei Schadwölfe) und Villach-Land (ein Schadwolf, zwei Risikowölfe). Zusätzlich wurden im selben Zeitraum 42 Vergrämungen von Wölfen aus bewohntem Gebiet dokumentiert.
Weniger Nutztierrisse
Das Land Kärnten betonte, dass bei jedem Abschuss die Einhaltung der Kärntner Risikowolfsverordnung sowie des Kärntner Alm- und Weideschutzgesetzes genau geprüft worden sei. Die als Schadwölfe eingestuften Tiere hatten vor ihrer Tötung Nutztiere angegriffen.
Heuer wurden bisher zehn Nutztierrisse in Kärnten gemeldet. Martin Gruber (ÖVP), zuständiger Landeshauptmannstellvertreter, führte die niedrige Zahl auf die Risikowolfsverordnung und das Alm- und Weideschutzgesetz zurück. Zwischen 2022 und 2025 sei die Zahl der Nutztierrisse durch Wölfe in Kärnten dadurch um mehr als die Hälfte gesunken.
Besonders häufig wurden Wölfe im Oberkärntner Raum gesichtet. Seit Jahresbeginn 2026 wurden in Kärnten insgesamt zwölf Wölfe verordnungs- und gesetzeskonform geschossen. Seit Inkrafttreten der ersten Wolfsverordnung Anfang 2022 wurden in Kärnten mehr als 800 Mal Risikowölfe aus Siedlungsgebieten vergrämt. Insgesamt gab es seither 261 Entnahmemöglichkeiten und 42 Wolfsabschüsse.
Quelle: APA
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