Akt.:

Beach Boys in der Stadthalle: Strand-Opas auf der Nostalgie-Welle

Die Beach Boys spielten Montagabend in der Wiener Stadthalle. Die Beach Boys spielten Montagabend in der Wiener Stadthalle. - © APA/Herbert Neubauer
Dass es die Ü70-Band aus den USA nach wie vor drauf hat, bewiesen die Beach Boys Montagabend bei ihrem Konzert in der Wiener Stadthalle.

Korrektur melden

Die überlebenden Beach Boys sind alle über 70 – und dennoch: Die Strand-Opas surfen weiterhin gekonnt auf der Nostalgie-Welle. Mike Love, Bruce Johnston & Co. bewiesen Montagabend in der mit 2.000 Fans ausverkauften Halle F der Wiener Stadthalle, dass kalifornischer Surfsound aus den 1960ern und -70ern auch 2017 noch funktioniert. Der allerletzte Song war gleichzeitig das Motto: “Fun, Fun, Fun”.

Natürlich: Mit den “Beach Boys” ist das so eine Sache – das Original wurde von den Wilson-Brüdern Brian, Carl und Dennis, ihrem Cousin Mike Love sowie Al Jardine gegründet. Die derzeit tourenden “Beach Boys” bestehen allerdings nur aus Gründungsmitglied Mike Love und dem später eingestiegenen Bruce Johnston samt passabler Musikerverstärkung. Das größte Manko für Hardcore-Fans, natürlich: Brian – der einzige der drei Wilson-Brüder, der noch lebt, wenngleich dieses Leben des Brian phasenweise zwischen Genie und Wahnsinn pendelt – ist nicht mit von der Partie. Brian Wilson ist – allerdings nicht unter dem Namen “Beach Boys” – aber demnächst ebenfalls in Wien mit einem – erraten… – Beach Boys-Programm zu erleben.

Sonne, Strand, Meer: Ein echter Beach-Boys-Abend in Wien

Doch auch ohne ihn war der Abend ein reines Beach-Boys-Vergnügen: Surfsound und alles, was dazu gehört – Sonne, Strand, Meer, California Girls, Muscle Cars… – in den Songs und den Videoprojektionen im Bühnenhintergrund zum Abwinken. In Wahrheit ist das alles ja nicht in erster Linie Musik, sondern in Song-Kleinkunstwerke gegossene pure Lebensfreude. Und ganz klar, dass ein Beach Boys-Programm eine einzige Hit-Parade ist: von “Surfin’ USA” über “California Girls” und ebensolches “Dreaming” über “Sloop John B.”, “Help Me Rhonda” bis zu – endlich – “Good Vibrations” und noch sehr vieles mehr. Kommentar eines Fans: “Der Deix wär’ da sicher in der ersten Reih’ gsessn.”

Beeindruckend auch, dass die alten Herren die stilprägenden Falsetto-Chöre – fast – immer noch locker hinbekommen. Und manchmal auch ganz schön Gas geben, etwa mit Chuck Berries “Rock’n’Roll Music” und vor allem dem für Beach Boys-Verhältnisse ziemlich fetzigen “Wild Honey”. Das war der Titelsong des 1967er-Albums, das auf das legendäre “Pet Sounds” aus dem Jahr davor folgte und 2017 eben 50-Jahr-Jubiläum feiert. Als Zugaben durften dann natürlich “Barbara Ann” – mit einem Dutzend tanzender Viennese Girls auf der Bühne – und der Rausschmeißer “Fun, Fun, Fun” nicht fehlen.

Den Quasi-Part 2 von “Beach Boys live” gibt es übrigens am 20. Juli, wieder in der Halle F: Da spielt Brian Wilson himself “Pet Sounds” rauf und runter. Und da ist u.a. auch Al Jardine dabei – wodurch es hinsichtlich Gründungsmitgliedern dann 2 : 1 für jene “Beach Boys” heißt, die gar nicht “Beach Boys” heißen. Klingt kompliziert, ist es auch. Wird aber durch Anhören all der grandiosen Feel Good-Hits – eventuell begleitet von einem Long Island Ice Tea – leichter bzw.: wuascht. “Good Vibrations” sind jedenfalls garantiert.

(APA, Red.)



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
Herbert Batliner in Salzburg mit Festspielnadel geehrt
Herbert Batliner ist heute, Freitag, von den Salzburger Festspielen mit der Festspielnadel mit Rubinen und Diamanten [...] mehr »
Film “Lippenstift unter der Burka” startet trotz Verbot
Der indische Spielfilm "Lipstick Under My Burkha" ist im eigenen Land in die Kinos gekommen - nachdem er wegen seiner [...] mehr »
Französischer Schauspieler Claude Rich 88-jährig gestorben
Der französische Schauspieler Claude Rich ist tot. Der Darsteller, der mit Erfolgsfilmen wie "Das große Manöver" und [...] mehr »
Musikwelt nach Tod von Linkin-Park-Sänger geschockt
Nach dem überraschenden Tod von Linkin-Park-Sänger Chester Bennington ist die Musikwelt geschockt. "Wirklich das [...] mehr »
Humboldt-Forum verschweigt laut Expertin Sammlungsursprung
Die Kunsthistorikerin Benedicte Savoy, bis vor kurzem Mitglied im Beirat des Humboldt-Forums, hat scharfe Kritik an dem [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Linkin Park-Sänger Chester Bennington mit 41 Jahren gestorben

Linkin-Park-Sänger Chester Bennington ist tot

“Die Migrantigen”: Kinofilm soll ins Theater kommen

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung