Akt.:

Gironcoli, Caramelle und musizierende Künstler 2018 im mumok

Kraus präsentierte das dichte Programm für das laufende Kalenderjahr Kraus präsentierte das dichte Programm für das laufende Kalenderjahr - © APA
Von Gironcoli bis Caramelle und von der Neoavantgarde zu musikalischen Künstlern: Das mumok blickt einem Ausstellungsjahr entgegen, das mit einer Schau zum grafischen Werk von Bruno Gironcoli beginnt und mit einer Retrospektive von Ernst Caramelle endet. Dazwischen finden sich neben Themenausstellungen auch Sammlungspräsentationen wie jene von Alexander Schröder.

Korrektur melden

Den Rückenwind will Karola Kraus, Direktorin des Museums moderner Kunst Stiftung Ludwig aus dem Vorjahr mitnehmen, in dem das Haus einen Publikumsrekord verzeichnete, wie sie am Donnerstag im Rahmen der Jahrespressekonferenz sagte. Genaue Zahlern werden allerdings erst Ende des Monats vom BKA veröffentlicht. Besonders stolz ist Kraus auf die Vermittlungsangebote des Hauses: “Das mumok hat sich in den letzten Jahren zum Kompetenzzentrum in Bezug auf kulturelle Bildung entwickelt, die auf ästhetische Erfahrung und kritische Reflexion sowie auf die Verständigung zwischen Kulturen, sozialen Schichten und Altersgruppen setzt und damit der Diversität einer modernen Gesellschaft Rechnung trägt”, so Kraus. 2017 sei es gelungen, “ein äußerst ambitioniertes und diskursives Programm umzusetzen”, das man auch heuer fortführen werde.

Den Anfang macht ab 3. Februar Bruno Gironcoli, wie man ihn laut Kuratorin Manuela Ammer “so in Wien noch nicht gesehen hat”: Während man auch international hauptsächlich die fragilen Großplastiken des österreichischen Künstlers (1936-2010) kennt, setzt man im mumok auf sein grafisches Werk. “Auf Papier treibt er seine räumlichen Ideen in Dimensionen, die über die Arbeit am konkreten Material weit hinausgehen”, so Ammer. In der Retrospektive “Bruno Gironcoli: In der Arbeit schüchtern bleiben” werden auf zwei Ausstellungsebenen Papierarbeiten in einen Dialog mit Skulpturen gestellt, zwei Arbeiten sollen auch im Hof des Museumsquartier aufgestellt werden.

Zur selben Zeit läuft auch die Sammlungspräsentation “Optik Schröder II”: Zu sehen ist ein repräsentativer Querschnitt durch die Sammlung von Alexander Schröder mit Arbeiten von u.a. Isa Genzgen, Anne Imhof oder Gelitin. Am 23. März folgt eine Einzelausstellung der amerikanisch-belgischen Künstlerin Cecile B. Evans, die ein architektonisches Setting entwickelt, in dem die erste Episode ihrer Videoarbeit “Amos’ World” zu sehen sein wird, die in einer “gesellschaftlich fortschrittlichen Wohnsiedlung” spielt. Im Sommer erkundet man das “Doppelleben” von Künstlern, die auch Musik machen (16. Juni bis 11. November), wirft dabei auch einen Blick zurück ins 20. Jahrhundert und widmet sich dabei u.a. Yoko Ono, der Wiener Gruppe oder jüngeren Künstlern wie Christian Kosmas Mayer. Zur selben Zeit gibt es auch ein “Klassentreffen”: Präsentiert wird dabei die Sammlung des Ehepaars Gaby und Wilhelm Schürmann, laut Kraus “ein Kulturgut, das einen öffentlichen Austausch verlangt”. Zu erleben sind dabei Arbeiten von u.a. Paul McCarthy, Oswald Oberhuber, Franz West und Heimo Zobernig.

Die Ausstellung “Yesterday, Today, Today” widmet sich Kunstwerken, die rund um das Schloss Buchberg bei Gars am Kamp entstanden sind, wo das Sammlerpaar Gertraud und Dieter Bogner einen Kunstraum und Diskursort etabliert hat (ab 17. Juni). Eine fotografische Zeitreise durch die österreichische Geschichte von 1918 bis zur Gegenwart unternimmt die Schau “Photo/Politics/Austria” anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Republik in Kooperation mit dem Photoinstitut Bonartes. Zu sehen sind rund 100 Werke aus der Fotosammlung des mumok, ergänzt durch Leihgaben internationaler Institutionen (12. Juli bis 3. Februar 2019).

Ebenfalls ab 12. Juli lädt das mumok zu “55 Dates”: Dort treffen Besucher auf 55 Positionen der mumok-Sammlung, die mittlerweile rund 10.000 Werke von etwa 1.600 Künstlern umfasst. Die Ausstellung basiert auf einer Publikation, die als “Ausstellung im Hardcover” verstanden werden will. Zwei Todestage bilden den Ausgangspunkt der Schau “Kurt Kren / Ernst Schmidt Jr.”, in der das Werk der beiden Filmemacher der österreichischen Nachkriegsavantgarde präsentiert und in Dialog gesetzt wird (12. Juli bis 3. Februar). Filme und Fotografien stehen auch im Zentrum der Arbeiten von Loretta Fahrenholz, in denen sie ökonomischen Druck, Ängste und Dynamiken der Gegenwart widerspiegelt und in einer Ausstellung präsentiert.

Den Jahresabschluss bildet ab 30. November die laut Kuratorin Sabine Folie erste Retrospektive des aus Tirol stammenden Künstlers Ernst Caramelle unter dem Titel “Welcome to the club (ein Résumé)”. Teil der Schau ist ein neues Raumkonzept mit Wandmalerei, darüber hinaus begibt man sich auf einen Streifzug durch die unterschiedlichen Werkphasen des gelernten Glasmalers. Parallel dazu klingt das Jahr mit der Themenausstellung “Malerei mit Kalkül” aus, in der sich das mumok Positionen der Neoavantgarde aus der Sammlung widmet und Arbeiten von u.a. Josef Albers, Roland Goeschl oder Gerhard Richter ins Licht rückt.

(APA)



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
Valletta startet in Jahr als Europäische Kulturhauptstadt
Valletta hat sich mit spektakulären Shows als Europas Kulturhauptstadt 2018 gefeiert. In der Hauptstadt Maltas und auf [...] mehr »
“Aus dem Nichts” gewann beim Bayerischen Filmpreis
Der Bayerische Filmpreis ist zwar nicht der Oscar, doch am Freitag konnten Fatih Akin und Diane Kruger in München schon [...] mehr »
Haus von Rosa Parks kommt zurück in die USA
Das Haus der US-Bürgerrechtsaktivistin Rosa Parks (1913-2005), das ein Künstler mehrere Monate lang in seinem Garten [...] mehr »
Oscar-Preisträgerin Dorothy Malone mit 92 Jahren gestorben
Die amerikanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Dorothy Malone, die vor allem in den 50er und 60er Jahren in [...] mehr »
US-Rock-Star Tom Petty starb nach Medikamenten-Cocktail
Rock-Star Tom Petty ist im vergangenen Herbst an einer versehentlichen Überdosis gestorben. Dies geht aus einem [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Dschungelcamp Tag 2: Die Stars im Tal der Tränen

Abfahrt lockte Promi-Stammpersonal unter “Chef Arnie”

“Sex-Bachelor” Daniel Völz? Endlich äußert er sich selbst

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung