Akt.:

Hundstorfer: Pensionen auch in Zukunft gesichert

Hundstorfer: ASVG "Magna Charta" des Sozialversicherungsrechts Hundstorfer: ASVG "Magna Charta" des Sozialversicherungsrechts
Bei einem Festakt zum 60. Geburtstag des ASVG hat Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) am Dienstagnachmittag bekräftigt, dass die Pensionen gesichert seien. Einem von Teilen der ÖVP geforderten Automatismus erteilte er neuerlich eine Absage. Das am 1. Jänner 1956 in Kraft getretene Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG) ist für Hundstorfer die “Magna Charta” des Sozialversicherungsrechts.

Korrektur melden


“Das ASVG ist das soziale Netz in Österreich. Es ist der Sozialstaat. Es ist etwas, was wir und vor allem die jüngeren Generationen gar nicht mehr anders kennen”, betonte Hundstorfer im Parlament. Für Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) steht das ASVG für eine umfassende Kranken- Unfall- und Pensionsversicherung für alle Menschen in Österreich und für sozialen Frieden. All das gelte es zu erhalten und damit die materielle Absicherung bei Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit und im Alter zu gewährleisten.

Ein wesentlicher Bestandteil des ASVG bildet die Pensionsversicherung, von der Hundstorfer überzeugt ist, dass sie sowohl heute als auch in Zukunft abgesichert ist. Schon 1955 habe es im Parlament eine “wilde Debatte” über die Finanzierbarkeit des Pensionssystems gegeben, erinnerte der Sozialminister. “Seitdem gibt es in Österreich 60 Jahre Stabilität und soziale Sicherheit. Und auch heute ein hohes Sozialniveau für rund 2,4 Mio. Menschen, die durch die Pensionsversicherung abgesichert sind.” Das Gesetz habe bewiesen, dass es Stabilität bringt und gleichzeitig Reformen möglich sind, die “von Zeit zu Zeit notwendig sind”. Das Gesetz habe auch bewiesen, dass das Parlament als Souverän fähig ist, diese notwendigen Reformen umzusetzen “und wir keinen Automaten brauchen”, so Hundstorfer in Anspielung auf die von der ÖVP immer wieder aufs Tapet gebrachte Pensionsautomatik.

Das Pensionssystem sei auch in Zukunft finanzierbar, es sei weiterhin “möglich, das abzusichern und die notwendigen Mittel dafür zu reservieren und zur Verfügung zu stellen”, ist der Sozialminister überzeugt. “Es zahlt sich aus, in einem Sozialstaat zu leben, wie wir ihn in Österreich haben. Ich möchte nicht in einem Staat leben, in dem private Vorsorge die einzige tragende Säule der Pensionssicherung ist.”

Auch Bundespräsident Heinz Fischer legte bei dem Festakt ein klares Bekenntnis zur bestehenden Pflichtversicherung und zum Umlageverfahren ab. Das Modell des Umlageverfahrens sei auch heute noch ein “Netz für die Zukunft”, es trage dazu bei, ein menschenwürdiges Dasein abzusichern, sagte Fischer. Die Pflichtversicherung stelle die langfristige Finanzierbarkeit des hohen Gesundheitsniveaus und einer armutsfesten Alterssicherung sicher. Der Bundespräsident zeigte sich überzeugt davon, dass das ASVG auch in den nächsten Jahrzehnten ein Fundament des modernen Sozialstaats österreichischer Prägung sein wird. Mit sozial ausgewogenen Anpassungen und weiteren Harmonisierungsschritten unterschiedlicher Systeme könne das Vertrauen in den “Generationenvertrag” gestärkt werden, meinte Fischer.

Oberhauser will das Erreichte weiterentwickeln, weil jeder Stillstand einen Rückschritt bedeute insbesondere auch im Gesundheitssystem. Die Gesundheitsministerin verwies auf das Prinzip der Solidarität, nach dem das ASVG aufgebaut ist. Sie erinnerte daran, wie schnell der Einzelne in die Lage kommen könne, selbst die Solidarität der anderen zu brauchen und wandte sich entschieden dagegen, die Mindestsicherung als eine “soziale Hängematte” zu betrachten. Oberhauser sprach sich entschieden dafür aus, das ASVG weiter zu entwickeln. Aus der Sicht ihres Ressorts plädierte sie dafür, “eine bestmögliche Versorgung sicher zu stellen”. Dabei versprach die Ministerin eine eingehende Diskussion zum Thema “Zweiklassenmedizin”. Im Rückblick auf die Entstehung des ASVG erinnerte sie an Befürchtungen der Ärztekammer, das ASVG würde den freien Ärzteberuf gefährden und sprach die Hoffnung aus, dass das ASVG ohne Ärztestreik weiterentwickelt werden könne.



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
Regionalwahlen in Galicien und Baskenland
Die konservative spanische Volkspartei (PP) kann bei den Regionalwahlen in Spanien laut ersten Hochrechnungen auf den [...] mehr »
Heftiger Streit um Syrien im UNO-Sicherheitsrat
Schlagabtausch im UNO-Sicherheitsrat: Nach den heftigsten Bombardierungen Aleppos im gesamten syrischen Bürgerkrieg [...] mehr »
Bosnische Serben stimmten für Nationalfeiertag am 9. Jänner
Die bosnischen Serben haben bei dem am Sonntag abgehaltenen umstrittenen Referendum wie erwartet fast einstimmig den 9. [...] mehr »
Netanyahu traf Trump in New York
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump würde einem Medienbericht zufolge als US-Präsident [...] mehr »
Hochrangiger pakistanischer Taliban-Kommandant getötet
Afghanische Sicherheitskräfte haben einen Anführer der pakistanischen Taliban getötet. Raeas Khan alias Azam Khan [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Trailertipp der Woche: “Passengers”

Adam Levine und Behati Prinsloo sind Eltern geworden

“Manchester by the Sea” eröffnet die 54. Viennale in Wien

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung