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Libyen fordert internationale Hilfe gegen Terror

Libyens Außenminister Mohammed Abdelasis Libyens Außenminister Mohammed Abdelasis
Libyens Führung ist nach eigenen Angaben nicht in der Lage, den Terrorismus im Land allein zu besiegen. Außenminister Mohammed Abdelasis sagte am Mittwoch bei einer internationalen Konferenz in Madrid, es sei an der Zeit, eine “globale Antwort zu finden”.

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Zeitgleich scheiterte die Bildung einer neuen libyschen Regierung wegen Streits um Ministerposten. Das nordafrikanische Land wird von den schlimmsten Unruhen seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi 2011 erschüttert und versinkt immer mehr im Chaos. Spanien hatte für Mittwoch Vertreter aller Mittelmeeranrainer und der Nachbarländer Libyens zu einer Konferenz über den Krisenstaat eingeladen. Abelasis rief die internationale Gemeinschaft zu mehr Engagement in Libyen auf. Der Terrorismus in seinem Land könne “verheerende Folgen für die ganze Welt” haben und müsse entschlossen bekämpft werden, forderte er.

An der “Konferenz über Stabilität und Entwicklung in Libyen” nahmen Außenminister und hochrangige Vertreter aus 21 Ländern des europäischen Mittelmeerraums und Nordafrika sowie von internationalen Organisationen teil.

In Libyen selbst scheiterte die Bildung einer neuen Regierung. Das Parlament habe ein von Ministerpräsident Abdullah al-Thinni vorgeschlagenes Regierungskabinett vorerst abgelehnt, berichtete die libysche Nachrichtenagentur Lana. Abgeordnete hätten Einwände bei einigen Ministerposten gehabt. In einigen Tagen solle erneut entschieden werden.

Machtkampf mit altem Parlament

Al-Thinni fungiert derzeit als Interims-Regierungschef in dem Krisenland. Ende August hatte er den Rücktritt seiner Regierung erklärt, wenige Tage, nachdem Islamisten in der Hauptstadt Tripolis eine Gegenregierung ausgerufen hatten. Das Parlament in Tobruk hatte Al-Thinni jedoch aufgefordert, erneut die Regierungsverantwortung zu übernehmen und ein Kabinett zu bilden.

Die Abgeordneten in Tobruk liefern sich seit einem Monat einen Machtkampf mit dem alten Parlament in Tripolis. Das alte Parlament hatte seine Arbeit einfach wieder aufgenommen und die Bildung einer eigenen Regierung beschlossen – obwohl Anfang August das neu gewählte Parlament zusammengetreten war. Während im alten Parlament die Islamisten die Mehrheit hatten, sind sie im neuen in der Minderheit.

Einer der islamistischen Abgeordneten in Tripolis, der Milizenführer Mohammed al-Kilani, wurde in der Früh bei Zusammenstößen in Warshifana nahe der Hauptstadt Tripolis getötet. Er sei von lokalen Kämpfern gefangen genommen und umgebracht worden, berichtete die libysche Nachrichtenseite Al-Wasat unter Berufung auf Militärkreise. Zuvor habe Al-Kilani einer Miliz der Islamistenkoalition Fadshr Libia (“Libyens Morgendämmerung”) Angriffe in Warshifana befohlen.



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