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Nationalteam als “Therapie” für Harnik

Martin Harnik hat in Stuttgart genug Sorgen Martin Harnik hat in Stuttgart genug Sorgen
Martin Harnik wirkt befreit. Selbst wenn der Stuttgart-Angreifer wegen leichter Knieprobleme einmal nicht voll trainieren kann, ist ihm im Teamcamp der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft die Lockerheit anzumerken. “Es ist beinahe eine kleine Therapie für uns Legionäre”, sagte Harnik am Donnerstag über die positive Stimmung im Team. Die Sorgen in Stuttgart sind groß genug.

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Im Vorjahr hatte der VfB als 15. gerade noch die Klasse gehalten. Harnik hatte mit zehn Ligatoren seinen Anteil daran. Unter Neo-Trainer Armin Veh hält man nach zwei Runden ebenfalls erst bei einem Punkt. “Die Situation ist sehr angespannt in Stuttgart”, erklärte Harnik. “Der Druck ist gleich wieder anwesend mit der letzten Saison, dem Cup-Aus und dem Meisterschaftsstart.”

Harnik genießt es, den Druckkochtopf vor dem Auftakt der EM-Quali am Montag (20.45 Uhr/live ORF eins) in Wien gegen Schweden eine Woche hinter sich zu lassen. “Es ist gut, einfach mal rauszukommen. Hier trainiert man ausschließlich mit Freunden, das kennt man normal nur aus einer Kneipenmannschaft”, meinte der 27-Jährige, der seine gesamte bisherige Karriere in Deutschland verbracht hat.

Im Profi-Fußball sei ein derartiger Zusammenhalt alles andere als selbstverständlich. “Das ist etwas Besonderes. Es ist eine Therapie mehr für den Geist als für den Körper”, sagte der gebürtige Hamburger, der in bisher 43 Länderspielen für Österreich zehn Tore erzielt hat. “Es ist eine einzigartige Stimmung und wir freuen uns alle auf das Spiel am Montag.”

Um seinen Einsatz auf dem rechten Flügel fürchtet Harnik wegen seines leicht verdrehten Knies nicht. In “ein, zwei Tagen” will er wieder ins Training einsteigen. Hinter ihm könnte auch im ÖFB-Team sein neuer Clubkollege Florian Klein zum Einsatz kommen. Harnik: “Für mich ist das sicher von Vorteil, weil Flo und ich schon auf eine gewisse Art und Weise eingespielt sind.”

Allerdings habe er auch mit György Garics, der Alternative zu Klein als Rechtsverteidiger, bereits oft genug zusammengespielt. “Wir haben schon über einen längeren Zeitraum einen Stamm zusammen, da weiß jeder wie der andere spielt”, versicherte Harnik. Neue Spieler hätten es dadurch nicht leicht, es überhaupt ins Nationalteam zu schaffen. “Sie werden gut aufgenommen, von uns aber nicht verschont.”

Im Entscheidungsspiel der vergangenen WM-Qualifikation im Oktober in Schweden hatte Harnik die Österreicher in Führung gebracht. Dennoch setzte es noch eine 1:2-Niederlage. Mit einem Sturmlauf der Schweden in Wien rechnet der Offensivmann nicht. “Schweden kommt als Auswärtsmannschaft. Sie werden am Anfang der Quali nicht Harakiri spielen.”

Auf viele Räume dürfe sich das ÖFB-Team nicht einstellen. Umso mehr ist das Flügelspiel gefordert. “Sie werden keine Konter von uns zulassen, sondern eher aus einer gesicherten Defensive agieren”, meinte Harnik. “Aber wir sind auf mehrere Eventualitäten vorbereitet.”



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