Akt.:

Suche nach steirischem Todesschützen bisher ohne Erfolg

Gepanzertes Polizeifahrzeug in dem steirischen Dorf Gepanzertes Polizeifahrzeug in dem steirischen Dorf - © APA (Scheriau)
Eine Suchaktion nach dem mutmaßlichen Todesschützen (66) von Stiwoll ist Freitagnachmittag am Stadtrand von Graz ergebnislos beendet worden, wie Polizeisprecher Markus Lamb der APA sagte. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung wurde der Wald am Plabutsch abgesucht. Am späten Nachmittag waren die meisten Kräfte wieder abgezogen. Am Samstag wird eines der Opfer in Stiwoll zu Grabe getragen.

Korrektur melden

Dem Hinweis einer Frau zufolge soll ein verdächtiger Mann mit Rucksack vor der Volksschule von Thal bei Graz gesehen worden sein, der sich dann in ein Waldstück begab. Daraufhin wurde die Suche aktiviert. Thal befindet sich rund sieben Kilometer östlich Stiwoll. Vom Grazer Stadtgebiet ist es durch den bewaldeten Höhenzug des Buchkogel-Plabutsch getrennt. Die Polizei richtete entlang der Thalerseestraße eine Postenkette ein. Gleichzeitig wurden mit Sturmgewehren bewaffnete Beamte vom Bereich der Aussichtswarte des Fürstenstands am Plabutsch (754 Meter) in einer Suchkette talwärts durch den Wald Richtung Thalerseestraße geschickt. Auch Polizeihunde standen im Einsatz, ein Hubschrauber der Exekutive überflog den Höhenzug mehrmals.

Am Samstag um 15.00 Uhr wird eines der Opfer des mutmaßlichen Todesschützen, ein 64-jähriger Nachbar des Mannes, am Friedhof von Stiwoll zu Grabe getragen. Das zweite Opfer, eine 55-Jährige Frau, soll am Dienstag beerdigt werden. In beiden Fällen war gebeten worden, von Blumengestecken oder Kränzen abzusehen und stattdessen an die Pfarrkirche Stiwoll bzw. für die örtliche Feuerwehr bzw. für den Musikverein zu spenden.

Die Suche nach dem seit Sonntag auf der Flucht befindlichen 66-Jährigen wird in den nächsten Tagen fortgesetzt, wenngleich auch eine Änderung der Taktik im Raum steht. Am Freitag waren Hunderte Polizisten und zwei Suchhubschrauber im Einsatz.

Im Tal von Stiwoll selbst halten sich die Bewohner mit Tätigkeiten im Freien zurück, in Stiwoll bestimmt derzeit die Polizei das Straßenbild. Allerdings hat sich die Lage für die Bewohner im Gegensatz zu den vergangenen Tagen etwas entspannt. Bürgermeister Alfred Brettenthaler: “Die Informationsveranstaltung am Donnerstag hat dazu geführt, dass viele Menschen aus erster Hand Auskünfte zur Lage erhalten. Das hat schon zur Beruhigung beigetragen. Wir wollen zur Normalität zurückkehren.” Dazu gehört auch, dass niemand die Wälder rund um den Ort betritt. “Das haben wir niemandem vorgeschrieben, so vernünftig sind die Leute von selbst, dass sie nicht in den Wald gehen”, sagt der Bürgermeister: “Und am Feld gibt es ja derzeit nichts zu arbeiten.”

Der Fußballplatz am südlichen Ortsrand wird tagsüber von Polizeihubschraubern benützt, die dort für die Suche starten und landen. Der USV Stiwoll braucht den Platz für heuer nicht mehr. In Cafes und Gasthäusern der Gegend um Stiwoll von St. Oswald ob Plankenwart bis Hitzendorf kommen Gäste und Personal früher oder später auf die Bluttat vom Sonntag zu sprechen. Manche wollen den 66-jährigen mutmaßlichen Todesschützen gekannt haben, zumindest vom Sehen. “War nur eine Frage der Zeit, bis da was passiert”, sagt eine Frau in einem Lokal in Hitzendorf.

(APA)



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
Grazer Rechnungshof suchte nach gefördertem Rettungsboot
Der Grazer Stadtrechnungshof hat in einem 40-seitigen Bericht die Gemeinde-Bedarfszuweisungen unter die Lupe genommen [...] mehr »
Steirischer Arzt: Pikante Details aus Urteilsbegründung
Im Fall jenes steirischen Arztes, der vom Vorwurf, seine Kinder gequält zu haben, freigesprochen worden ist, liegt nun [...] mehr »
Stiwoll-Doppelmord: Leichen-Suchhunde streifen durch die Wälder
Nach drei Wochen erfolgloser Suche nach Friedrich F., der mutmaßlich Ende Oktober auf seine Nachbarn geschossen und [...] mehr »
Leichen-Suchhunde streifen durch die Wälder von Stiwoll
Nach drei Wochen erfolgloser Suche nach Friedrich F., der mutmaßlich Ende Oktober auf seine Nachbarn geschossen und [...] mehr »
Universität Graz gibt antike Objekte an Griechenland zurück
Die Universität Graz gibt am Montag 26 antike Fundstücke an Griechenland zurück. Es handelt sich u.a. um Keramiken [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Klum-Familytime: – Es weihnachtet schon

Keine gütliche Einigung um Facebook-Post von Til Schweiger

“Borat”-Erfinder will Fans Strafe zahlen

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung